Meine Wenigkeit

Denia (Spanien) 1989

Hier, ich! Schon in den 80er Jahren wurde mir das Entdecker-Syndrom eingeimpft. Schon in jungen Jahren hatte ich das Glück, mit meinen Eltern viele Städte und Länder bereisen zu können.

In späteren Jahren beschränkte sich die Fernweh-Aktivitäten lange genug auf zwei bis drei wöchige Trips. Damit ist bald Schluss, der Entscheid eine längere Reise anzugehen hat sich – wie die meisten guten Entscheidungen – während einem gewöhnlichen Urlaub heraus kristallisiert und verfestigte sich mit jedem Tag mehr.

Die Gründe dafür sind mannigfaltig. Selbst in der schönen Schweiz wohnhaft, gibt es nur wenig Gründe um zu klagen, uns geht es hier hervorragend, die Schweiz ist ein tolles Land und bietet schier grenzenlose Möglichkeiten, sofern man willig ist, dafür etwas zu tun. Leider birgt das mit die Gefahr, in einem ewig drehenden Hamster-Rad nach vorne  zu rennen. Ein entzückend geschmücktes Hamster-Rad mit schier unzähligen Möglichkeiten, sich nach der Arbeit abzulenken. Böse Zungen würden jene durch Luxusgüter geprägte Kommerzialisierung als Falle bezeichnen, um gar nicht erst den Wunsch entstehen zu lassen, dem stetigen Arbeitsalltag für eine Weile entfliehen zu wollen.

Zum Glück wird die schönste Beschäftigung irgendwann zur Routine und Routine lässt die Zeit rasen. Ohne es besser zu wissen gehe ich davon aus, dass wir nur einmal leben, oder wenigstens nur einmal in dieser Form. Die uns gegebene Zeit sollte nach Möglichkeit gelebt und nicht verlebt werden. Meine besten und eindrücklichsten Erlebnisse stammen vom Entdecken neuer Orte, dem Kennenlernen der Menschen vor Ort, neuer Kulturen und Lebensweisen. Eindrücke die nie wieder vergessen gehen, sich noch Jahre später positiv auf das eigene Leben auswirken.

Und los

Es wird Zeit, wieder an unbekannte Orte aufzubrechen, in die Ferne zu blicken, nur um am Horizont schon das nächste Ziel an zu visieren.

Um die Reise in aller Unbekümmertheit, ohne Termin Druck dafür mit umso mehr Freiheit angehen zu können, ist etwas an Planung notwendig. Der Verlauf dieser Vorbereitungen sowie die darauf folgende Reise halte ich in diesem Blog fest. Dabei freu ich mich über jeden, der mit liest. Trotzdem bleibt einereise.ch in erster Linie ein Logbuch für den Captain, und das bin in diesem Fall ich.